Die vorliegende Maßnahme ist modular aufgebaut wobei sich die vier Module dieser Weiterbildung an den Phasen des Case Managements orientierten. Die Weiterbildung ist in Form des Blended Learning konzipiert, d.h. zu den Inhalten jedes Moduls sind neben den stattfindenden Präsenzseminaren internetbasierte Lehr-/Lernmaterialien erstellt.

Hierdurch kann auf eine möglicherweise vorliegende Heterogenität innerhalb der Zielgruppe bzgl. der Vorkenntnisse reagiert werden, indem jede Teilnehmerin sich nur mit Inhalten beschäftigen muss, die über ihre Vorkenntnisse hinausgehen. Außerdem werden in jedem Modul anhand konkreter beruflicher Situationen Kompetenzen erworben/gefördert, die sowohl arbeitsfeldübergreifend wie auch arbeitsfeldspezifisch sind.

Mit Blended Learning (oder auch hybrides Lernen) wird ein Lehr-/Lernkonzept bezeichnet, das eine didaktisch sinnvolle Verknüpfung von Präsenzveranstaltungen und virtuellem Lernen auf der Basis neuer Informations- und Kommunikationsmedien beinhaltet. Für die Umsetzung der Lernangebote mit Online-Lernphasen wird im Lehrgang das Learning Content Management System ILIAS zur Anwendung kommen. Mit ILIAS können sowohl Internet-basierte Lernmaterialien erstellt und verfügbar gemacht, als auch Kommunikation und Kooperation unter Lehrenden und Lernenden, Prüfungen, Evaluation sowie didaktische Strukturen für komplette Kurse realisiert werden.

Wir sehen folgende Vorteile im Blended Learning:

  • Lernende sind primär nicht mehr an feste Kurs- und Lernzeiten gebunden, stattdessen kann innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens ein eigenes Lerntempo und eine selbstständige Lernzeit geplant werden.
  • Tutorielle Unterstützung kann asynchron stattfinden. Dieses sind wichtige Vorteile für Beschäftigte mit unregelmäßigen Arbeitszeiten (z.B. bei Schichtarbeit).
  • Die Lernenden werden tutoriell begleitet und persönlich betreut.
  • Individuelle Bedürfnisse und Ziele der Lernenden können durch selbst gesteuertes Lernen stärker berücksichtigt werden. Lerntempo und Wiederholungen können individuell gestaltet werden.
  • Durch eine multimediale Aufbereitung der Lerninhalte kann in bestimmten Fällen der Lernstoff besser und anschaulicher vermittelt werden.

Aufteilung der Unterrichtsstunden:

Präsenzlernen

5 x 3 Tage à 8 Unterrichtsstunden =  120 UStd.

davon 3 Tage für die Supervision   =  24 UStd

für „Inhalte“                                    =  96 UStd.

Tutoriell betreutes Selbststudium (E-Learning)

ILIAS (Inhalte in den Lernmodulen)            =  96 UStd.

davon in selbstorganisierten Arbeitsgruppen (SOA)  =  42 UStd.

 

Gesamtstundenzahl:                                  = 216 UStd. (+ Abschlusskolloquium)

Die Weiterbildung wird in einem zeitlichen Rahmen von ca. 9 Monaten angeboten und beginnt einmal jährlich im November / Dezember.

Der Präsenzunterricht findet in den Räumen der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Nds. Süd gGmbH statt (Lange Geismar Str. 73; 37073 Göttingen).

Voraussetzungen zur Teilnahme:

Hier ein kurzer Auszug aus den Voraussetzungen der DGCC zur Erreichung der Anerkennung als CM:

  • AbsolventInnen eines nichthumanwissenschaftlichen Studiengangs an einer Hochschule und einer mindestens zweijährigen Berufserfahrung in einem humandienstlichen Arbeitsfeld und dem Nachweis über den Erwerb personaler, methodischer, beratungsrelevanter und sozialrechtlicher Kompetenzen im Umfang von mindestens 160 UE, davon 120 UE ; Beratungskompetenz und 40 UE Sozialrecht.
  • AbsolventInnen einer Ausbildung an einer Fachschule im Sozial- und Gesundheitswesen und einer mindestens dreijährigen Berufserfahrung in einem humandienstlichen Arbeitsfeld und dem Nachweis über den Erwerb personaler, methodischer, beratungsrelevanter und sozialrechtlicher Kompetenzen im Umfang von mindestens 160 UE, davon 120 UE ; Beratungskompetenz und 40 UE Sozialrecht.
  • AbsolventInnen einer anderen Berufsausbildung im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen und der Beschäftigungsförderung und einer mindestens sechsjährigen Berufserfahrung in einem humandienstlichen Arbeitsfeld und dem Nachweis über den Erwerb personaler, methodischer, beratungsrelevanter und sozialrechtlicher Kompetenzen im Umfang von mindestens 240 UE, davon 160 Beratungskompetenz und 40 Sozialrecht.

(In „Beratungskompetenz“ sind die geforderten Nachweise: Kommunikations- und Gesprächsführung mind. 54 Stunden; Moderation mind. 18 Stunden, Selbstreflexion mind. 36 Stunden).

Beratung und weitere Informationen:

Petra Nölle (Case Management Ausbilderin DGCC)
Leitung der Weiterbildungsstätte Case Management
Kontakt: petra.noelle@aul-nds.info

Über Fördermöglichkeiten informieren und beraten wir Sie gern.